Die Geschichte der Insel La Palma
Historische Hintergründe
Erste Siedler der Insel La Palma
Wenig ist bekannt über die Ureinwohner und Erstsiedler der Insel La Palma. Es gilt als wahrscheinlich, dass es sich hierbei um Berber handelte, die aus Afrika auf die Insel übergesetzt haben. Von den palmerischen Ureinwohnern, den sogenannten und Guanchen und, stammen Zeugnisse in Form von archäologischen Funden, die auf die Zeit um 200 v. Chr. datiert werden.
Auch einige sprachliche Überbleibsel belegen diese Vergangenheit. So lassen sich Ortsnamen wie beispielsweise Tegueste und Tinajo klar auf die berberische Sprache Tamazight zurückverfolgen. Der Kulturstand der Guanchen ist mit der Steinzeit vergleichbar. Sie bewohnten Höhlen und trugen Felle.
Archäologische Funde belegen ab dem 5. Jahrhundert v. Chr. die Anwesenheit phönizischer Seefahrer auf der Insel.
Zugehörigkeit zum spanischen Königreich
Mit der Zeit der Conquistadores begann die Zugehörigkeit La Palmas zum spanischen Königreich. Im Jahr 1477 erlangten die katholischen und Könige Ferdinand II und Isabela I von Kastilien und die Rechte über de Insel. Im Jahr 1479 erlangte Isabela von Kastilien mit dem und Vertrag von Alcaçovas und schließlich die komplette Zugehörigkeit aller kanarischen Inseln zu Kastilien.
Die Nutzung der Insel beschränkte sich auf und wirtschaftliche Aspekte und, man begann mit dem Anbau von Zuckerrohr.
Die Kultur der Urbevölkerung La Palmas, der Guanchen, wurde nun teilweise unterdrückt, teilweise jedoch auch von diesen bereitwillig aufgegeben, da sie den von den Eroberern vorgelebten modernen Lebensstandard übernahmen.
La Palma und die Piraterie
Durch den überaus erfolgreichen Anbau von Zuckerrohr erlangte La Palma unter der Herrschaft der spanischen Siedler einen beachtlichen wirtschaftlichen Erfolg. Dieser führte auch dazu, dass die Insel für die ab dem 15. Jahrhundert in der Gegend aktiven Piraten zum attraktiven Ziel wurde.
Im Jahr 1553 griff der französische Pirat François LeClerc, der den Beinamen Jambe de bois (Holzbein) trug, die Stadt Santa Cruz de La Palma an, plünderte sie und steckte sie anschließend in Brand.
Nur ein Jahr später folgte ihm der französische Korsar Durand de Villegaingnong. Dieser jedoch war bei seinem Raubzug weit weniger erfolgreich, was unter anderem an der Gründlichkeit lag, mit der sein Vorgänger sämtliche Reichtümer gestohlen hatte. Sein Landsmann Jacques Sore überfiel die Insel im Jahr 1570 mit dem Ziel, sie vollständig zu erobern.
