Kanarische Küche u. Palmerische Küche

Kulinarische Spezialitäten auf La Palma

Die palmerische Küche ist zum Einen bestimmt durch ein Produkt, welches bereits im 16. Jahrhundert durch flämische, portugiesische und andalusische Siedler nach La Palma gebracht worden ist: das Zuckerrohr. Dieses gedieh ausgezeichnet auf dem Vulkanboden der Insel und wurde zum ersten Exportprodukt La Palmas.

So gibt es in der palmerischen Küche zahlreiche Süßspeisen. Allen voran natürlich der überall auf den Kanaren verbreitete Flan, ein Karamellpudding mit Soße und einer Kruste aus karamellisiertem Zucker.

Darüber hinaus gibt es Bienmesabe aus Zwieback, Zuckersirup, gemahlenen Mandeln und geschlagenem Eiweiß sowie eine kanarische Art von Mousse au Chocolat namens Bonbon gigante.



Eine traditionelle kanarische Spezialität sind auch Papas aurrugadas, salzige Runzelkartoffeln. Hierfür werden Kartoffeln traditionell in Salzwasser gekocht. Hierzu wird klassischerweise Mojo serviert.
Mojo nennen die Kanaren ihre scharfen Paprikasoßen, die dort seit alters her zu sämtlichen Gerichten, besonders zu Kartoffeln, Fisch und Fleisch serviert werden. Es gibt rote und grüne Mojo.

Die rote wird aus den getrockneten, scharfen Paprikaschoten hergestellt, die grüne aus frischen.
Über diese beiden verbreitesten Sorten hinaus gibt es noch andere, die jedoch selten in Restaurants angeboten werden. Zum Beispiel gibt es die Paprikasoßen auch mit Käse oder Koriander.



Das wohl älteste Nahrungsmittel La Palmas ist Gofio, geröstetes Getreide, das früher das Brot als Grundnahrungsmittel ersetzt hat und auch heute noch von den Palmeros vielfältig eingesetzt wird. Verschiedene Breis werden durch Anrühren von Gofio mit anderen Zutaten hergestellt.

So gibt es das vegetarische gofio escacho mit Kartoffeln und Käse oder gofio escaldado mit Fleisch- oder Fischbrühe. Auch mit gofio bestäubte Speckschwarten,  chicharrones, werden in La Palma gerne gegessen.



Berühmt ist auch der palmerische Wein. Er ist, so wie das Zuckerrohr, eines der ältesten Anbauprodukte der Insel und wurde ebenfalls im 16. Jahrhundert von Siedlern dorthin gebracht. Die alten Sorten werden heute noch gegen die Vermischung mit anderen Reben geschützt, so dass der legendäre palmerische Wein bis heute nichts von seinem Ruf eingebüßt hat.